Einrichtung von „Notfall(treff)punkten“ in der Gemeinde Stelle

Projektträger:

Gemeinde Stelle

Zeitraum:

Oktober 2017 bis Mai 2018

Förderung der Leader-Region ACHTERN-ELBE-DIEK:

1.223 Euro

Notfallpunkte oder auch Notfalltreffpunkte sind kleine Schilder zum Beispiel an Bänken, Hütten oder Pfosten, die diese Standorte kennzeichnen. Für die Kennzeichnung werden die Buchstaben der Autokenn­zeichnung, ein Kürzel für die jeweilige Kommune und eine fortlaufende dreistellige Nummer verwendet. Sollte man in Not geraten, kann beim Notruf diese Kennzeichnung angegeben werden. Die Notfallpunkte sind in der zuständigen Rettungsleitstelle hinterlegt und hilft so den Rettungsdiensten den Standort schnell zu finden.

Die Notfallpunkte helfen somit in einer Notlage damit den Standort schnell und einfach bestimmen zu können, wo ansonsten eine andere Orientierung nur schwer möglich ist. Notfallpunkte sind also beispielsweise an Wegen zu finden, wo keine Straßenschilder sind. Durch die Niedersächsischen Landesforsten bestehen bereits Notfallpunkte im Bereich des Landeswaldes, allerdings ist der überwiegende Teil der Leader-Region ACHTERN-ELBE-DIEK nicht bewaldetes Gebiet. Impulsgeber für die Ausweitung dieser Idee auf die gesamte Leader-Region ACHTERN-ELBE-DIEK war der Seniorenbeirat des Landkreises Harburg, durch den von der Idee an sich und von positiven Erfahrungen aus anderen Regionen berichtet wurde.

Im Vordergrund steht bei der Projektidee der präventive Ansatz zu mehr körperlicher Bewegung auch außerhalb des nahen Lebensumfelds zu motivieren, insbesondere auch für ältere Menschen. Die Notfallpunkte sind dabei ein wichtiges Element, um ein Sicherheitsgefühl zu schaffen und so dazu beizutragen, dass Spaziergänge, Wanderungen zu Fuß oder mit dem Fahrrad sorgloser und regelmäßiger durchgeführt werden können. Dies gilt natürlich gleichermaßen auch für die Gäste in der Region. Die erste Umsetzung erfolgte nun in der Gemeinde Stelle, aber auch bei den weiteren Kommunen der Leader-Region ACHTERN-ELBE-DIEK besteht Interesse an einer Umsetzung.

Zur Ausarbeit der Projektidee wurde bereits im Oktober 2016 eine begleitende Arbeitsgruppe initiiert, die sich zur Ausarbeitung des Projektes mehrfach getroffen hat. In dieser waren der Seniorenbeirat des Landkreises Harburg, die NABU Ortsgruppe Winsen e.V., der ADFC Kreisverband Harburg e.V., die Wanderfreunde Nordheide e.V. und die Gemeinde Stelle vertreten. In der Gemeinde Stellen sind nun zehn neue Notfallpunkte entstanden. Diese sind mit „WL“ für das Autokennzeichen des Kreises, „ST“ für Gemeinde Stelle und mit einer fortlaufenden dreistelligen Nummer, z. B. „001“, gekennzeichnet. Bei der Ausarbeitung der Standorte wurde sich nicht streng an den Gemeindegrenzen orientiert, sondern bewusst auch die angrenzenden Gebiete der Gemeinde Seevetal und der Stadt Winsen (Luhe) mit betrachtet, so dass auch jeweils auf deren Gebieten auch ein neuer Notfallpunkt entstanden ist. Zusätzlich wurden dort, wo noch keine Sitzgelegenheiten vorhanden waren, neue Bänke aufgestellt.