Mit dem ELB-SHUTTLE auf Tour – Vorerst letzte Etappe

Liebe Leserinnen und Leser, Mitfahrerinnen und Mitfahrer, Reisende und Unternehmungslustige,

wenn ich mich Ihnen kurz vorstellen darf, mein Name ist Melina Kluge und ich bin die Assistentin unserer Leader-Regionalmanagerin Frau Annika Lacour. Zusammen sind wir das Regionalmanagement der Leader-Region ACHTERN-ELBE-DIEK. Wir haben uns ein Ziel gesetzt: Wir wollen den ELB-SHUTTLE noch bekannter und Ihnen die Nutzung schmackhaft(er) machen. Aus diesem Grund gehe ich auf Tour mit dem ELB-SHUTTLE, um selber Erfahrungen und Erlebnisse zu sammeln. Diese stelle ich in diesem Erlebnisbericht hier für Sie zur Verfügung. Viel Spaß beim Lesen. Vielleicht erreichen wir ja unser Ziel und Sie fahren die ein oder andere Tour auch mit dem ELB-SHUTTLE und erzählen es Ihren Freunden, Verwandten, Bekannten, Nachbarn und Kollegen. Wir freuen uns auch über Anregungen und Verbesserungsvorschläge entlang der Route.

Ich muss ja gestehen, dass ich selber auch erst in dieser Saison dazu gekommen bin, meine erste Fahrt mit dem ELB-SHUTTLE zu machen. Und ich muss sagen es hat sich gelohnt. Gestartet bin ich an einem Samstag von der Haltestelle (Nr. 16) Winsen, Kirche um 10.30 Uhr. Nach der netten Begrüßung durch den Busfahrer setzte ich mich nach ganz hinten in den Bus, um alles genauestens beobachten zu können. Ich habe diese Fahrt ganz ohne mein Fahrrad gemacht, da ich mir die Strecke erst einmal anschauen wollte. So konnte ich gut überlegen, wo ich bei meinen nächsten Fahrten aussteigen möchte um mit dem Rad weiterzufahren. Mit mir sind einige weitere Mitfahrende ohne Fahrrad eingestiegen. Also wie Sie sehen, ist es gar nicht schlimm, den Radwanderbus auch ohne ein Rad zu benutzen. Durch die geöffneten Fenster und den Fahrtwind war es eine sehr angenehme Temperatur und es ließ sich dort gut drin aushalten. Los geht´s nach Ashausen.

Am Bahnhof Ashausen (Nr. 17) war ein Landwirt gerade dabei, sein Feld mit einem großen Traktor zu bewirtschaften. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie klein diese an sich großen Maschinen auf den riesigen Feldern wirken. Unsere Fahrt ging weiter nach Stelle, u.a. vorbei am Café Winzig – darüber werde ich mich mal informieren und bei meiner nächsten Fahrt nach Stelle einmal einkehren. Das Café liegt zwar direkt an der Harburger Straße, sah aber von außen durch den Strandkorb und die Tische, Stühle und Blumendekoration sehr einladend aus. Normalerweise kann man sich nach einer kurzen Weiterfahrt mit dem Rad, nach dem Ausstieg an der Haltestelle Maschen, BAB Auffahrt (Nr. 24), Europas größten Rangierbahnhof anschauen. Nur derzeit ist es durch die Bauarbeiten an der Decatur Brücke nicht möglich. Vielleicht aber ein anderes Mal. In Jehrden (Karoxbostel) (Nr. 25) stieg eine Dame aus. Sie schien die Wassermühle Karoxbostel besuchen zu wollen, da sie den Busfahrer noch fragte, ob dies auch die richtige Haltestelle dafür sei. Ein Ausstieg dort lohnt sich alle male, um sich die Wassermühle anzuschauen. Es handelt sich hierbei um ein Denkmal-Ensemble, das der Verein Wassermühle Karoxbostel e.V., mitgliedsstärkster Mühlenverein in Deutschland, seit 2012 mit der Unterstützung vieler Ehrenamtlicher saniert und wieder in neuem Glanz erstrahlen lässt.

Von der Wassermühle aus ging es durch Fleestedt nach Meckelfeld. In Meckelfeld ist noch viel Landwirtschaft auf den einzelnen Feldern zu beobachten. Den Kranichen schien die Landwirtschaft auch zu gefallen, da dort auf den Wiesen gleich mehrere zu sehen waren. Kurz bevor wir aus Meckelfeld nach Over abbogen, kam uns eine Pferdekutsche entgegen. Im Bus hörte man nur ein „Оh wie toll, das habe ich auch schon lange nicht mehr gemacht“ und „Guck mal wie schön“ einiger weiblicher Fahrgäste. In Over sind wir am Melkhus Over vorbei gefahren. Dort gibt es laut Aufdruck auf den Werbungsschildern selbstgemachtes Bauernhofeis und einen kleinen Hofladen. Um dort hinzugelangen steigt man am besten in Over, Am Junkernfeld (Nr. 31) aus und geht/fährt ein paar Meter zurück bis zum Melkhus. Das werde ich bei sommerlichen Temperaturen sicher auch bald mal testen.

Aufgrund des schönen Wetters waren viele Radfahrer unterwegs. Das hat man auch an der gut besetzten Picknickbank an der Haltestelle Wuhlenburg, Schleuse (Nr. 32) gegenüber vom Seevesiel gesehen. Etwas schade ist es, dass man die Elbe entlang der Strecke Wuhlenburg und Fliegenberg leider nicht direkt sehen kann, da am Anfang noch eine Steinmauer und anschließend der Deich ziemlich hochgezogen sind. Um das Wasser sehen zu können, steigt man am besten an der Haltestelle 32, 33 oder 34 aus, um dort auf den Deich zu gelangen. Allerdings entschädigen die schönen teilweise reetdachgedeckten Häuser die fehlende Aussicht auf die Elbe. Vorbei am Gasthaus von Deyn geht es nach Hoopte zur Haltestelle Hoopter Sportplatz (Nr. 34). Dort kann man direkt am Hofcafé Löscher aussteigen um selbstgebackene Kuchen und Torten zu genießen. Diese sind dort wirklich super lecker. Ein Besuch des angebundenen Hofladens des Erdbeer- und Spargelhofes sollten Sie unbedingt mit einplanen. Weiter ging unsere Fahrt am Obsthof Lehmbeck, Grubes Fischerhütte, der Elbfähre Zollenspieker, dem griechischen Restaurant Alexandra und Sievers Gasthaus vorbei.

Ein Stück der ELB-SHUTTLE Tour mit dem Rad erkundet

Während ich die Strecke mit dem Bus gefahren bin, habe ich mir schon einige Stationen ausgesucht, die ich gerne einmal genauer unter die Lupe nehmen wollte. Dies habe ich auch getan.

Das Wetter hat an einem Samstag mitgespielt und die Sonne lachte mich schon an, als ich morgens mit meinem Rad aus der Haustür kam, um zur Haltestelle Kirche, Winsen (Nr. 16) zu fahren. Dort angekommen wartete ich auf den ELB-SHUTTLE. Als dieser dann kam, begrüßte mich der Busfahrer sehr freundlich und half mir, mein Rad auf den Anhänger zu stellen. Er fragte mich auch gleich, an welcher Haltestelle ich denn wieder aussteigen würde, damit er sich darauf einstellen kann, dass der Shuttle an dieser Haltestelle ein paar Minuten länger halten wird, um das Rad wieder abzuladen.

An der Haltestelle Over, Am Junkernfeld (Nr. 31) bin ich dann ausgestiegen und habe mich ab da auf mein Fahrrad gesetzt. Zu allererst bin ich dann zurück zum Melkhus gefahren. Dort angekommen habe ich mich als erstes in dem kleinen Hofladen umgeschaut. Dort gibt es viele unterschiedliche Sachen käuflich zu erwerben, wie z.B. kleine Handarbeiten. Äpfel vom Obsthof Zeyn sind dort auch zu finden sowie Eier, Joghurt und Wurst, die von regionalen Erzeugern aus der unmittelbaren Umgebung stammen. In dem sehr schön eingerichteten Holzhaus nebenan duftete es super lecker nach selbstgebackenem Kuchen, der noch im Ofen vor sich hin gebacken hat. Draußen auf der teilweise überdachten großen Terrasse saßen zwei Herren, die herzhaft belegte Wurstbrote genossen. Ich selber habe mir ein Schokoladen-Bauernhofeis gegönnt: Hmm, schmeckt das selbstgemachte Eis dort lecker. Nicht zu süß und die Portion war vollkommen ausreichend, wahlweise hätte ich auch Erdbeere und Vanille nehmen können. Für die kleinen Gäste befindet sich hinter der Terrasse ein Spielplatz. Aufgrund der Lage unterhalb der Straße/des Deiches ist es auf dem Gelände ruhig und angenehm für einen Aufenthalt.  Nachdem ich mein Eis aufgegessen hatte, ging meine Fahrt weiter.

An Haltestelle (Nr. 32) habe ich mein Rad auf den Deich geschoben. Das ist vielleicht eine traumhafte Aussicht hier oben. Und was für ein reger Schiffsverkehr hier herrscht. Das bekommt man auf der anderen Seite des Deichs gar nicht so mit. Anschließend bin ich weiter in Richtung Fliegenberg gefahren. Am Heiglight-Automaten habe ich vor dem Salzbäcker angehalten. Dieser Automat ist echt super. Dort kann man rund um die Uhr unterschiedlich große Packungen Eier (von Mini bis XL-Größe) und sogar Kartoffeln kaufen. Anschließend bin ich am Gasthaus von Deyn vorbei in Richtung Hofcafé Löscher gefahren. Im Hofcafé Löscher war es so voll, dass der Parkplatz wegen Überfüllung geschlossen war. Ich habe mich dort im Hofladen umgeschaut. Dort kann man saisonales Obst und Gemüse kaufen sowie Dekoartikel und viele andere schöne Dinge wie z.B. Dekofiguren, Gewürze und Kekse.

Weiter ging meine Fahrt zum Fähranleger nach Hoopte. Dort habe ich mir dann ein Fischbrötchen an dem Imbiss gekauft und mit einer tollen Aussicht auf die Elbe auf einer Bank sitzend verzehrt. Ich habe Glück gehabt einen Sitzplatz zu bekommen, da der Platz am Fähranleger eigentlich zu jeder Uhrzeit gut besucht ist – sei es durch die vielen Motorrad-, Auto- oder Radfahrer. Nach einer kurzen Verschnaufspause ging es dann weiter am DLRG-Haus vorbei nach Laßrönne. Auf dem Weg dorthin habe ich eine ganze Weile die dort grasende Schaf- und Ziegenherde auf dem Deich beobachtet. Die kleinen Schäfchen sind wie die irren auf der Wiese hin und hergerannt – total niedlich. Ein kurzes Stück weiter konnte ich in der Ferne die Alpakas auf der dort ansässigen Alpakafarm sehen. Auf dem Spielplatz in Laßrönne haben Leute in der dort stehenden Holzhütte gepicknickt. Spaziergänger kamen mir auf der Deichstrecke auch entgegen, genauso wie einige andere Radfahrer. Abschließend bin ich dann über die Nettelbergbrücke zurück nach Winsen zur Kirche und anschließend nach Hause gefahren. Ich muss sagen, dass es eine sehr schöne Strecke mit dem Rad gewesen ist und ich mich das nächste mal öfters mit Sonnencreme einschmieren muss, damit ich mir nicht wieder einen Sonnenbrand einfange 🙂 Aber so etwas kann ja mal passieren, wenn man auf einer Radtour durch verschiedene schöne Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten abgelenkt wird.

Leader Region - Melkhus und Hofladen OverLeader Region - Fähranleger HoopteLeader Region - Schafherde zwischen Stöckte und Laßrönne

Nachdem wir das DLRG-Haus und den Stöckter Hafen hinter uns gelassen haben, fuhren wir weiter nach Laßrönne. Auf der Strecke habe ich mehrere Angler an den einzelnen Buhnen stehen sehen und Familien, die mit Strandmuscheln, Kindern und teilweise mit ihrem Hund die Sonne genossen. Die Alpakas auf der Alpakafarm haben es ihnen gleich getan. Radfahrer und Spaziergänger kamen uns auf der Deichstrecke auch entgegen. Auf dem Fußballplatz in Laßrönne schien ein Spiel gewesen zu sein, da dort eine Menge Leute zu sehen waren und die Straße rechts und links mit Autos so zugeparkt war, dass der ELB-SHUTTLE nur ganz langsam weiterfahren konnte.

Wir fuhren an verschiedenen Angelteichen sowie an Block´s Hofladen und der Gärtnerei Herbert Peters vorbei nach Tönnhausen. Zwischen Tönnhausen und Hunden liegen mehrere große Wiesen und Felder, auf denen teilweise Pferde standen. Einige von ihnen hatten ihre Fohlen bei sich, die wie kleine Wildpferde über die Wiese rannten und miteinander zu spielen schienen. Kurz hinter dem auf einem Bauernhof gelegenen Hofcafé Marschendeel in Hunden sah man einen Storch mit einem Kleinen im Nest sitzen. Es war aber wohl noch ein ziemlich junger Storch, denn er sah noch sehr plüschig aus. Ein Hühnermobil stand mitten auf einer Wiese zwischen Hunden und Oldershausen. Dieses Hühnermobil ist ein mobiler Hühnerstall mit Rädern drunter. Er ist aufgebaut wie ein Anhänger, in dem die Hühner zu verschiedenen Wiesen, Feldern und Orte gebracht werden können, an denen sie sich frei bewegen und fressen können. Rund herum liefen auch lauter Hühner auf der Wiese. So etwas habe ich bewusst noch nie irgendwo stehen sehen. Aber es sah sehr interessant aus.

In Niedermarschacht an der Haltestelle Ernst-Reinstorf-Schule (Nr. 42) und (Nr. 02) machten wir einen kurzen Stopp. Da es auf der Strecke keine Fahrradmitnahmen gegeben hat, hatte der Busfahrer etwas Zeit zur Verfügung, um dort einige kleine Reck- und Dehnübungen draußen vor dem Bus durchzuführen. Der Ersatzbusfahrer tat es ihm gleich. Das war schon irgendwie witzig anzusehen, da es so unerwartet kam. Aber ich kann es auch verstehen, denn wir waren ja schon einige Zeit unterwegs. Ein Fahrgast stiegt kurzerhand auch aus dem ELB-SHUTTLE aus, um sich ein wenig die Beine zu vertreten. Nachdem alle wieder eingestiegen waren, ging die Fahrt weiter zum Bahnhof nach Bergedorf.

Leader Region - DLRG Haus in HoopteLeader Region - Buhnen in Hoopte an der ElbeLeader Region - Storch im Nest mit Jungstorch

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Anschließend ging die Fahrt über die Brücke in Rönne vorbei an Europas größter Fischtreppe und der Schleuse in Geesthacht zum Bahnhof nach Hamburg Bergedorf (Nr. 44 und Nr. 01). In Bergedorf hatten wir 35 Minuten Aufenthalt, bis der ELB-SHUTTLE wieder zurückfuhr. Während dieser Zeit mussten alle Fahrgäste aussteigen und der Bus wurde auf die andere Seite des Bahnhofes zum Parken abgestellt. Die Busfahrer machten ihre wohlverdiente Pause und stärkten sich für die Rückfahrt nach Winsen. Beim nahegelegenen Bäcker habe ich mir dann erst einmal einen Kakao und ein Brötchen zur Stärkung besorgt, bevor ich zur Abfahrtshaltestelle des ELB-SHUTTLEs zurückging.

Auf der Rücktour stiegen viele meiner Miteinsteiger aus Winsen wieder mit ein. Unter anderem auch einer mit einer Tageszeitung unter´m Arm und einer mit geschmierten Broten in einer Dose. Zwei weitere Fahrgäste unterhielten sich angeregt darüber, wo der Bus wohl als nächstes langfahren würde. Ich glaube die zwei sind vorher auch noch nie mit dem ELB-SHUTTLE gefahren. Ein Grüppchen von Damen tauschte sich darüber aus, dass Häkeln gar nicht so schwierig ist und echt Spaß macht. An der Haltestelle (Nr. 02) Niedermarschacht, Ernst-Reinstorf-Schule, stiegen dann Reisende mit dem Fahrrad zu. Auf dem Rückweg ist mir besonders ab Niedermarschacht aufgefallen, dass dort in jedem Ort Hofläden und Bauernhöfe zu finden sind. Diese verkaufen saisonale Produkte, wie z. B. Erdbeeren, Spargel und Kartoffeln. Honig vom Imker gab es bei einem Hofladen auch zu kaufen. An Haltestelle (Nr. 06) Stove, Stover Strand gelangt man wohl ganz leicht zum Restaurant Stover Strand, da soll man wohl auch sehr gut essen gehen können. Falls ich wieder einmal in dieser Ecke unterwegs bin, dann werde ich dort mal eine Rast einplanen. Weiter ging unsere Fahrt nach Drennhausen. In Drennhausen fiel mir an der Haltestelle (Nr. 08) wieder ein, dass ich dort ja schon einmal, auf der Außenterrasse des Elbcafés sitzend, über den Deich auf die Elbe geschaut habe, während ich den leckeren selbstgebackenen Kuchen mit meinem Besuch verspeist habe. Über Drage vorbei an verschiedenen Angelteichen und Obsthöfen, wie z. B. dem Obsthof Zeyn, ging die Fahrt anschließend am Winsener Bahnhof vorbei zurück zur Winsener Kirche (Nr. 16). Dort bin ich dann wieder ausgestiegen und nach Hause gegangen.

Leader Region - Brücke in RönneLeader Region - FeldarbeitenLeader Region - Fahrräder auf dem ELB-SHUTTLE Anhänger

Mein Fazit zu meiner ersten Fahrten mit dem ELB-SHUTTLE ist, dass es sich lohnt dieses kostenlose Angebot zu nutzen. Ich habe nun schon beides ausprobiert: die komplette Tour ohne Rad und auch schon mit meinem Rad und einer Begleitperson, mit der ich dann ab einer bestimmten Haltestelle mit dem Rad weitergefahren bin. Ich kann dieses Angebot wirklich jedem empfehlen, egal ob jung, alt, mobil oder doch gar mit Einschränkungen, für eine Fahrt mit dem ELB-SHUTTLE alles zu lösende „Herausforderungen“ 🙂 .

Ich wünsche Ihnen noch eine schöne (Rad-)Saison mit dem ELB-SHUTTLE – bis zum 03. Oktober 2017 ist er in diesem Jahr noch unterwegs.